Projektstand: Neues Feuerwehrhaus

Schon seit mehreren Jahren steht das Projekt Neubau Feuerwehrhaus auf dem Plan. Der im Jahre 1979 eingeweihte Zweckbau am Rathaus erfüllt mittlerweile nicht mehr die notwendigen Anforderung an eine moderne Feuerwehr, noch werden viele der gesetzlichen Vorschriften zur Sicherheit und Ausstattung eines Gerätehauses eingehalten.

So sind die Sicherheitsabstände der Fahrzeuge zu den sich umziehenden Feuerwehrdienstleistenden zu gering, ebenso stehen diese im Abgas der Fahrzeuge. Eine gesetzlich vorgeschriebene Abgasabsaugung ist nicht vorhanden. Die Durchfahrtsbreite der Tore ist zu gering, es sind keine getrennten Herren- und Damen-Toiletten vorhanden, Duschen sind ebenso Fehlanzeige.

Mit zwei Stellplätzen für zwei Fahrzeuge, einem Anhänger für die landkreisweite Bahnrettung, sowie 40 Feuerwehrdienstleistenden platzt das Gebäude aus allen Nähten. Die Kleiderkammer ist auf dem Dachboden, der nur mit einer Leiter zugänglich ist, untergebracht. Ölbinder und andere Materialen werden im Keller des Rathauses gelagert.

2014 war angedacht den Neubau in der Lambacherstraße zu platzieren und den Bauhof mit seinen im Ort verteilten Standorten am Rathaus zu zentralisieren. Leider kam es nicht dazu, denn seitens der Gemeindeverwaltung wurde das Grundstück, das als Gewerbegrundstück ausgewiesen ist, als zu wertvoll für zukünftige Gewerbesteuereinnahmen angesehen.

Weitere Standortvorschläge wie am Alten Bahngelände wurden wegen der schlecht lösbaren Zu- und Abfahrtwege verworfen. Ein Umbau des alten Feuerwehrhauses in der Nürnberger Straße mit Erweiterung Richtung Westen wurde ebenso zu den Akten gelegt.

Desweiteren kamen die Planungen, durch den gesetzlichen Anspruch eines Hortplatzes und die mit verbundene Erweiterung der Kindertagesstätte, in Verzug.

Im Sommer 2019 zeichnete sich eine Lösung ab. Im Herbst 2019 konnte ein Grundstück an der Nürnberger Straße – nähe der örtlichen Metzgerei – gefunden und gekauft werden. Die ersten Planungen des Architekten wurden im November 2019 dem Gemeinderat zur Diskussion gestellt, sowie der Auftrag zur Grundstücksvorbereitung erteilt. Die Arbeiten am Grundstück begannen noch im gleichen Monat.

Die vorgestellte Planung umfasst einen Kostenrahmen von 2,6 Millionen Euro. Die Summe ergibt sich durch die hohen gesetzlichen Anforderungen an einen Feuerwehrneubau, sowie die vorgeschriebene Barrierefreiheit. Zu den von der Feuerwehr genutzten Räumen ist ein Veranstaltungsraum mit Platz für bis zu 75 Personen geplant.
Um die Kosten zu reduzieren werden alternative Baumöglichkeiten der Fahrzeughalle in Betracht gezogen.